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Markt Einersheim
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Markt Einersheim (auch Einersheim genannt, fränkisch: Ennaschacite-ref-2[2]) ist ein Markt des Landkreises Kitzingen in Unterfranken.
Der im 9. Jahrhundert erstmals als âEinheresheimâ erwähnte Ort liegt an der alten Heeres- und Handelsverbindung von NĂźrnberg nach Frankfurt am Main am Rande des Steigerwaldes. Es ist ein Markt mit sichtbaren Resten der ehemaligen Kirchenburg und der Ortsbefestigung. Einige alte Fachwerkbauten, das Schloss und der moderne Brunnen gestalten den Marktplatz. Weinberge, Waldgebiete, Wiesen und Ackerland prägen trotz groĂer Fabrikhallen auĂerhalb des Ortskerns immer noch den ländlichen Charakter der Ortschaft.
In frĂźheren Zeiten war Markt Einersheim durch StraĂe und Bahn an zwei groĂe Städte, WĂźrzburg und NĂźrnberg, angebunden. Die Bewohner verdienten mit Landwirtschaft und Handel an der Alten ReichsstraĂe ihren Lebensunterhalt. DarĂźber hinaus litt der Ort Ăźber die Jahrhunderte in zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen der Landesherren immer wieder unter durchziehenden und Quartier nehmenden Soldaten. Dies traf sowohl auf Freunde wie auch Feinde zu.
Das 20. Jahrhundert brachte in Markt Einersheim den wirtschaftlichen Wandel. Die Landwirtschaft trat mit der Ansiedlung von zunächst drei GroĂbetrieben immer mehr in den Hintergrund. Die Firma Fritsch expandierte in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und die Bäckerei Fuchs kam in den Ort. Das Werk der Knauf-Gruppe entstand. Zahlreiche weitere Unternehmen siedelten sich seither im Markt an.
Markt Einersheim gehĂśrte von 1862 bis 1972 zum Landkreis Scheinfeld im Regierungsbezirk Mittelfranken. Am 1. Juli 1972 fand der Wechsel zum Landkreis Kitzingen statt. Die Gemeinde schloss sich am 1. Mai 1978 mit den Gemeinden RĂśdelsee, Willanzheim und Iphofen zur Verwaltungsgemeinschaft Iphofen zusammen.cite-ref-4[3.1]
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Geologie
⢠Nachbargemeinden
⢠Klima
⢠Geschichte
⢠Ortsname
⢠Ortsgeschichte
⢠Politik
⢠Gemeinderat
⢠Bßrgermeister
⢠Vereine
⢠Wanderwege
⢠Verkehr
⢠Weinbau
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠FuĂnoten
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Geografie
Lage
Markt Einersheim liegt in der Region Wßrzburg (Bayerische Planungsregion 2) und gehÜrt zur Hellmitzheimer Bucht. Diese schiebt sich in tief in den Steigerwald hinein und Üffnet sich westwärts zum Maintal.cite-ref-5[3.2] An der Gemarkungsgrenze zum IphÜfer Ortsteil Possenheim liegt die Ortswßstung Kirchheim. Das Dorf wurde bereits im 13. Jahrhundert aufgegeben. Eine ähnliche Lage wird auch bei der Wßstung Eckelsheim angenommen. Nahe dem Neubauhof wird dagegen der Sackshof vermutet.cite-ref-bayernatlas-6-0[4]
Geologie
Naturräumlich liegt Einersheim an der Grenze zweier Haupteinheitengruppen. Der Sßden des Gemeindegebiets mit dem Hauptort Einersheim ist Teil des Schwanbergvorlandes, das sich durch sanfte Hßgel auszeichnet. Im Norden beginnt der NÜrdliche Steigerwald mit wesentlich hÜheren Erhebungen.
Der Steigerwald gehĂśrt zur Keuperstufe des SĂźdwestdeutschen Schichtstufenlandes. Die Hellmitzheimer Bucht liegt in der Zone des Gipskeupers. Die Grenze des Sandsteinkeupers ist identisch mit der Waldgrenze.cite-ref-7[3.3]
SĂźdlich der Ortschaft durchzieht der Moorseebach den MĂźhlengrund mit altem Kopfweidenbestand und Feuchtwiesen. Die vier MĂźhlen wurden frĂźher zum Mahlen des Getreide der Bauern verwendet.cite-ref-8[5] Ein TeilstĂźck des MĂźhlengrundes ist Bestandteil des Natura 2000 Netzwerkes und als Schutzgebiet DE6327302, Kalktuffquellen zwischen Willanzheim und Markt Einersheimcite-ref-9[6] ausgewiesen.
Gemeindegliederung
Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):cite-ref-10[7]cite-ref-11[8]
⢠Am Kßhbuck (Weiler)
⢠Am Wasserhäuschen (EinÜde)
⢠Eselsmßhle (EinÜde)
⢠Markt Einersheim (Hauptort)
⢠Schwarzmßhle (EinÜde)
⢠Sekretariusmßhle (EinÜde)
⢠Steinmßhle (EinÜde)
Nachbargemeinden
Markt Einersheim wird fast vollständig vom Gebiet der Nachbarstadt Iphofen (Landkreis Kitzingen, Unterfranken) umschlossen. Im Osten grenzt der Ort fßr ein kurzes Stßck an Markt Bibart (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken).
Klima
Hier herrscht mildes und trockenes Klima vor.
Geschichte
Ortsname
Der Ort hieĂ im 9. Jahrhundert [Ein]irihesheim bzw. Einheresheim. Das Grundwort ist ahd. heim âWohnung, Behausung, Heimstattâ. Das Bestimmungswort ist der Personenname EinirÄŤh. Spätere Namensformen waren:
⢠1144 âEinresheimâ
⢠1148 âEnrsheimâ
⢠1182 âEnersheimâ
⢠1258 âEinrisheimâ
⢠1263 âEmerichesheimâ
⢠1270 âEinresheimâ
⢠1297 âEnricheshainâ
⢠1319 âEnershei(m)â
⢠1340 âErnsheimâ
⢠1349 âEnnersheim under Speckfeldâ
⢠1376 âEynresheymâ
⢠1407 als Einersheim
⢠1530 âMarck Eynersheimbâ
⢠1550 âMarck Aynersheimâ
⢠1801 âMarkteinersheim, Limburg-Speckfeldischer Marktfleckenâ
⢠1973 âMarkt Einersheimâ
Die Ergänzung Markt bezeichnet ab 1530 den Rechtsstatus, Märkte abhalten zu dßrfen.cite-ref-14[11]
Ortsgeschichte
Reihengräberfunde in der Nähe des Marktes weisen auf die erste Besiedlung um 600 hin. Der Ort wurde wohl zur Zeit der Fränkischen Landnahme gegrßndet.
Der Ort wurde erstmals in einem WĂźrzburger Pergamentrest des 9. Jahrhunderts erwähnt.cite-ref-15[12] In der WildbannâSchenkungsurkunde Kaiser Heinrichs II. an das Hochstift WĂźrzburg aus dem Jahr 1023 wird der Ort dann als âWingershesheimâ angegeben,cite-ref-16[13] was vermutlich einen in Markt Einersheim aufgegangenen Nachbarort auf dem Weg zwischen Dornheim und Iphofen meint.
Erstmals erschien 1144 âEinresheimâ in einer Urkunde von Stift Haug in WĂźrzburg. Die Dorfherrschaft ist bis um 1400 mangels aussagekräftiger Schriftquellen nur teilweise rekonstruierbar. Der älteste Grundherr war das WĂźrzburger Domkapitel mindestens seit dem 9. Jahrhundert,cite-ref-17[14] das um 1270 mit 111â2 Huben einen beachtlichen Dorfanteil besaĂ.cite-ref-o38-18-0[15] Daneben besaĂ das WĂźrzburger Stift Haug wohl seit seiner GrĂźndung um 1000 einen anderen groĂen Dorfanteil, zu dem um 1385 neben einem Amtshof noch 131â2 groĂe HĂśfe zinsten.cite-ref-19[16] Vermutlich haben die beiden geistlichen Institutionen den 1148 genannten âHelwic de Enrsheimâcite-ref-20[17] als ihren Dienstmann und Verwalter vor Ort eingesetzt. Deutlicher finden wir 1240 seinen Nachkommen Siboto de Engersheim als Zeugen in einer WĂźrzburger Urkunde, der fĂźr seinen Schwager Swiker von Oberbach als bischĂśflicher Lehensträger aus dem Ansbacher Raum bĂźrgt.cite-ref-21[18] Die âVilla Einrisheimâ gehĂśrte in der Castellâschen Teilungsurkunde von 1266 zwar zum Besitz der Grafen zu Castell, aber danach werden keine Rechte mehr von ihnen erwähnt. Spätestens 1264 lässt sich auch das NĂźrnberger Schottenkloster St. Egidien hier nachweisen,cite-ref-o38-18-1[15] weil Einersheim offenbar in dieser Zeit die benachbarte Siedlung Wingersheim aufnahm. Die bleibende Erinnerung an die mittelfränkischen BenediktinermĂśnche dĂźrfte der Gassenname âSchottenbergâ am Ostrand des Marktortes sein. Mit dieser Siedlungsverlagerung konnten dann auch die 1231 in Wingersheim begĂźterten Edelherren von Speckfeld hier FuĂ fassen und das als Ansatzpunkt fĂźr ihre Herrschaft nutzen.cite-ref-22[19] Der letzte herrschende AngehĂśrige dieser Familie, Gottfried von Speckfeld, ist offenbar zwischen 1291cite-ref-23[20] und 1297 verstorben und sein Erbe fiel an den Verwandten Albrecht von Hohenlohe-Uffenheim, der auf der Burg Speckfeld oberhalb von Markt Einersheim bis 1306 einen Amtsverwalter (Vogt) einsetzte.cite-ref-24[21] Ludwig von Hohenlohe erhielt 1349 fĂźr seine Verdienste von Kaiser Karl IV. Zoll und Geleit âzu Enersheim under Speckfeldâ als Lehen. Da sein Enkel Johannes von Hohenlohe 1412 ohne männlichen Erben starb, kam dieser Besitzanteil an seine Schwäger. Graf Leonhard zu Castell erhielt Schloss Speckfeld mit Turm sowie den Unterteil des Dorfes mit der DorfmĂźhle. In den Besitz von Schenk Friedrich von Limpurg kam eine steinerne Kemenate und der obere Teil von Markt Einersheim mit der Eckelheimer MĂźhle.
1435 und 1445 erwarben die Schenken von Limpurg auch den Besitz des Grafen Wilhelm II. zu Castell, jedoch ohne den Speckfelder Wildbann. In den folgenden 300 Jahren wählten die Limpurger das Bergschloss Speckfeld als ihre Residenz. Dieses wurde im Bauernkrieg zerstĂśrt, jedoch später wieder aufgebaut. Reichserbschenk Carol von Limpurg erhob den Ort 1542 zum Marktflecken. Im DreiĂigjährigen Krieg litt die Burg Speckfeld unter mehreren PlĂźnderungen von schwedischen und auch kaiserlichen Truppen. Wegen des maroden Zustandes gab Vollrath von Limburg die Burg Speckfeld auf. Er erbaute sich 1685 in Markt Einersheim ein neues Schloss in Fachwerkbauweise. Mit dem Tod der letzten Schenken 1705 und 1713 gingen die Reichslehen an Brandenburg. Der Eigenbesitz der Herrschaft Speckfeld mit den SchlĂśssern Markt Einersheim und Sommerhausen gelangte Ăźber die Tochter Amalie des Schenken Eberhard an die Grafen von Rechteren. Sie hatten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in den genannten Orten einen Wohnsitz.cite-ref-adspurgcmehm-25-0[22]
Seit dem Rheinbundakte von 1806 gehĂśrt der Ort wie weite Teile Frankens zum KĂśnigreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Steuerdistrikt Einersheim gebildet.cite-ref-ov-1818-26-0[23] Zu diesem gehĂśrten EselsmĂźhle, Possenheim, SchwarzmĂźhle, SekretariusmĂźhle und SteinmĂźhle. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) entstand die Ruralgemeinde Einersheim mit den Orten EselsmĂźhle, SchwarzmĂźhle, SekretariusmĂźhle und SteinmĂźhle. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Markt Einersheim zugeordnetcite-ref-27[24] und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld,cite-ref-ov-1818-26-1[23] nach dessen AuflĂśsung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. Vor 1836 kam Neubauhof von der Gemeinde Possenheim hinzu.cite-ref-28[25] Mit der AuflĂśsung des Herrschaftsgerichtes Markt Einersheim im Jahr 1849 kam die Gemeinde an der Landgericht Markt Bibart. Ab 1862 war fĂźr die Verwaltung das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und fĂźr die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919â1929: Finanzamt Markt Bibart, seit 1929: Finanzamt Kitzingen). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Bibart, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Kitzingen. Am 23. März 1972 wurde der Gemeindename Einersheim amtlich in Markt Einersheim geändert.cite-ref-29[26]
Einwohnerentwicklung
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1153 auf 1209 um 56 Einwohner bzw. um 4,9 %. 1997 hatte der Markt 1294 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Gemeinde Markt Einersheim
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2010 | 2015 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 766 | 802 | 717 | 729 | 774 | 774 | 781 | 809 | 812 | 786 | 752 | 739 | 733 | 690 | 678 | 692 | 681 | 700 | 1055 | 1081 | 1019 | 1033 | 1114 | 1247 | 1165 | 1187 | 1253 |
| Häuser [ 27 ] | 123 | 131 | | | | 128 | | | 128 | 154 | | 148 | | | | 140 | | | | 142 | 183 | | 294 | | | 352 | 374 |
| Quelle | [ 23 ] | [ 28 ] | [ 29 ] | [ 29 ] | [ 30 ] | [ 31 ] | [ 32 ] | [ 33 ] | [ 34 ] | [ 35 ] | [ 36 ] | [ 29 ] | [ 37 ] | [ 29 ] | [ 38 ] | [ 29 ] | [ 39 ] | [ 29 ] | [ 29 ] | [ 40 ] | [ 41 ] | [ 42 ] | [ 43 ] | | [ 44 ] | [ 44 ] | [ 45 ] |
Ort Markt Einersheim
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 739 | 770 | * 729 | 739 | 772 | 704 | 652 | 1032 | 973 | 985 | 1078 |
| Häuser [ 27 ] | 119 | 126 | | | 123 | 143 | 134 | 136 | 177 | | 283 |
| Quelle | [ 23 ] | [ 28 ] | [ 30 ] | [ 32 ] | [ 35 ] | [ 37 ] | [ 39 ] | [ 40 ] | [ 41 ] | [ 42 ] | [ 43 ] |
inklusive
EselsmĂźhle
,
SchwarzmĂźhle
,
SekretariusmĂźhle
,
SteinmĂźhle
Politik
Gemeinderat
Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Sitzverteilung:cite-ref-49[46]
⢠CSU: 3 Sitze
⢠SPD: 2 Sitze
⢠Unabhängige Wähler: 5 Sitze
BĂźrgermeister
Erster Bßrgermeister ist seit 1. Mai 2014 Herbert Volkamer (Freie Wähler);cite-ref-50[47] dieser wurde am 15. März 2020 mit 98,9 % der gßltigen Stimmen fßr weitere sechs Jahre gewählt. Sein Vorgänger war Bruno Gamm (Unabhängige Wählerschaft).
Wappen und Flagge
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Bau- und Bodendenkmäler
â
Hauptartikel
:
Liste der Baudenkmäler in Markt Einersheim
und
Liste der Bodendenkmäler in Markt Einersheim
Torhäuser
Im 14. Jahrhundert entstanden die Torhäuser an den StraĂenzugängen des Ortes.cite-ref-internmeinershm-54-0[51] Das Hirtentor ist nicht mehr vorhanden. Es wurde 1867 abgerissen. Vom WĂźrzburger Tor mit der Wohnung fĂźr den Flurer und Nachtwächter wurde im Jahre 1680 ein Stockwerk abgetragen. Seit 1980 beherbergt es ein Heimatmuseum. Nach seiner groĂen Sanierung 1999 ist es ein ansprechendes Zeugnis der Vergangenheit. Auch das NĂźrnberger Tor wurde 1728 um ein Stockwerk zurĂźckgebaut. Seit 1983 ist dort das Gemeindearchiv untergebracht.
Kirchenburg
Anlage
â
Hauptartikel
:
Kirchenburg Einersheim
Die Lage der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Matthäus auf einer AnhĂśhe weist auf ihre ursprĂźngliche Schutzfunktion fĂźr die BevĂślkerung hin. Nach drei Seiten fällt der HĂśhenrĂźcken ab. Beim Ausbau zur Kirchenburg musste nur die Nordseite fĂźr Verteidigungszwecke stärker gesichert werden. Der Chorturm liegt in der Mitte der Anlage und dem Eingang gegenĂźber. Er hat eine Mauerstärke von 1,15 m und vom Erdgeschoss gab es keinen Zugang nach oben. Nur Ăźber Leitern war der Eingang dieser letzten Zuflucht erreichbar. Seine schmalen Fenster im zweiten Stockwerk sind Hinweis auf ehemalige SchieĂscharten. Oben hatte dieser Wehrturm einen Wehrgang. Von dort aus konnten Wächter die Umgebung weithin beobachten.cite-ref-56[52.1]
Bis 1599 befand sich um die Kirche der Kirchhof, den eine Wehrmauer mit EcktĂźrmen umgab. Die castellâlimpurgische Teilungsurkunde vom 23. September 1414 berichtet von zwei einander gegenĂźber liegenden Zugängen zum Kirchhof. Das Kirchtor lag auf der Nordseite an der Stelle des Durchgangs unter dem Rathaus. Auf einer fast geraden Linie am Wehrturm vorbei befand sich auf der SĂźdseite das KirchtĂśrlein. Ca. 5 Meter in Ăśstlicher Richtung war die Seelenmesskapelle an die Wehrmauer angebaut. Nur zwei gotische Zugänge erinnern noch an sie. 1682 wurde sie als âBeinhauĂ im Kirchhoffâ genutzt.cite-ref-57[52.2]
Kirchengebäude
â
Hauptartikel
:
St. Matthäus (Markt Einersheim)
Vermutlich existierte ein Vorgängerbau aus Holz bereits seit der Zeit des Frankenapostels Kilian.cite-ref-58[53] Das jetzige Gotteshaus mit einem Chorturm ist St. Matthäus geweiht. Es erhielt das heutige Aussehen im Jahre 1626 als das Kirchenschiff nach Norden erweitert wurde. Der Turm und die SĂźdwand blieben bestehen. Die alte Messkirche wurde in eine protestantische Predigtkirche umgestaltet und drei Altäre wurden als âletzte Reste des Papsttums hinweggetanâ. Der Chorraum hat ein gotisches KreuzrippengewĂślbe. Es sitzt auf Kapitellen, einem Mädchenkopf mit Blattknospen. Das Kirchenschiff besitzt eine Kassettendecke aus Holz. In der Mitte findet sich das Wappen der Schenken mit der Jahreszahl 1626. Mehrere Epitaphe fĂźr verstorbene Mitglieder der Schenken von Limpurg-Speckfeld wurden um den Chorbogen aufgehängt.
Rathaus
Das Rathaus wurde 1567/68 errichtet. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Walmdach und Fachwerk im Obergeschoss.
Speckfeld
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Hauptartikel
:
Burgruine Speckfeld
Weithin sichtbar liegt auf einem Bergkegel nĂśrdlich von Markt Einersheim die Turmruine des Bergschlosses Speckfeld. Die Ritter von Speckfeld wählten wohl um 1200 die AnhĂśhe zum Bau ihrer Burg. Von hier aus konnten sie die alte HochstraĂe, die durch feuchten Wiesengrund fĂźhrte, gut bewachen und schĂźtzen. Heute ist von dem Bergschloss nicht mehr viel erhalten, denn man benutzte ab 1700 den verfallenen Bau als Steinbruch.cite-ref-59[3.4] Es werden 1716 der Giebel der Pfarrkirche St. Matthäi sowie die Mauer des westlichen Kirchhofs mit diesen Steinen ausgebessert.cite-ref-ortpfarrchrmeinershm-55-0[52]
Schloss
â
Hauptartikel
:
Schloss Einersheim
Nachdem Schenk Vollrath von Limpurg die Burg Speckfeld aufgegeben hatte, erbaute er sich 1685 einen neuen Wohnsitz im Ort in Fachwerkbauweise am Marktplatz. Durch die Tochter Amalie des letzten Schenken Georg Eberhard gelangte das Schloss an die Grafen von Rechteren-Limpurg. 1859 entstand unter Graf Friedrich Ludwig von Rechteren-Limpurg-Speckfeld der zweistĂśckige Erweiterungsbau im neugotischen Stil mit breiter Front zur StraĂe. Die Wappen des Erbauers und seiner Ehefrau Luitgard Gräfin von ErbachâFĂźrstenau sind Ăźber dem Eingangsportal festgehalten. 1969 erwarb es Nikolaus Knauf von den Erben der Gräfin Adolphine von RechterenâLimpurgâSpeckfeld.cite-ref-60[3.5]
Naturschutzgebiete
Schlossberg
â
Hauptartikel
:
SchloĂbergsattel bei Markt Einersheim
Aus der Infotafel am Naturschutzgebiet Schlossbergsattel bei Markt Einersheim geht hervor, dass der Schlossberg 410 m hoch ist und am Sßdrand der Sßdspitze des Steigerwalds liegt. Die Ursache fßr die Entstehung der Hänge und des Plateaus sind die unterschiedlich harten Schichten des mittleren Keupers. Auf dem Schlossbergsattel lagert Schilfsandstein.
Die geschĂźtzte Fläche hat eine GrĂśĂe von ca. 78 ha. Das Gebiet gehĂśrt zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 und besteht aus kleinen AckerâParzellen mit unterschiedlicher Nutzung. Zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren wurde dort der Lebensraum erhalten. Zum Beispiel bieten die Reste der Burgruine Speckfeld verschiedenen Fledermausarten Zuflucht.
Vereine
⢠Historische Burschenschaft Markt Einersheim
⢠Freiwillige Feuerwehr Markt Einersheim e. V.
⢠Gesangverein 1864 Markt Einersheim
⢠Kindergarten-FÜrderverein
⢠Kleintierzuchtverein Markt Einersheim u. Umgebung von 1988 e. V.
⢠Krieger- und Militärkameradschaft 1872.
⢠Gräflicher Schßtzenverein von 1603 e. V. Markt Einersheim
⢠Volkstrachtenverein Markt Einersheim e. V.
⢠Projekt Waisenhaus Sri Lanka e. V.
⢠Sportverein Markt Einersheim e. V
Diese zehn Vereine prägen das Zusammenleben im Ort.cite-ref-internmeinershm-54-1[51]
Wanderwege
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die durch Markt Einersheim verlaufende BundesstraĂe 8 durchquert heute nach dem Bau der UmgehungsstraĂe nicht mehr die Ortsmitte, sondern ist nĂśrdlich ihrer ursprĂźnglichen Lage trassiert. Dabei trennt sie das Industriegebiet der Firma Knauf und den Ort voneinander. Die B 8 verläuft nach Iphofen (3,3 km nordwestlich) bzw. Ăźber Enzlar nach Markt Bibart (10 km sĂźdĂśstlich). Die KreisstraĂe KT 1 fĂźhrt Ăźber MĂśnchsondheim nach Nenzenheim. Eine GemeindeverbindungsstraĂe fĂźhrt nach Iphofen zur KreisstraĂe KT 16 (3,3 km nordwestlich). Anliegerwege fĂźhren zum Neubauhof (2,4 km nordĂśstlich) und zur SteinmĂźhle (1,1 km sĂźdwestlich).cite-ref-bayernatlas-6-1[4]
1865 erhielt Markt Einersheim eine Bahnstation an der Bahnstrecke FĂźrthâWĂźrzburg. Sie verläuft sĂźdwestlich von Markt Einersheim. Bis 1982 befand sich hier ein Haltepunkt fĂźr den Personenverkehr. Nach dem Ausbau dieser Hauptbahnstrecke NĂźrnbergâWĂźrzburg in Franken steigt heute im Fernverkehr die ICEâ, GĂźterzug- und Regionalzugfrequenz stetig.
Industrie und Wirtschaft
Der Ort lag an einer wichtigen Ost-West-Verbindung, der Alten ReichsstraĂe. Sie war eine Fernhandels- und HeerstraĂe von NĂźrnberg nach Frankfurt und die Fortsetzung der Goldenen StraĂe von Prag nach NĂźrnberg. An der rege frequentierten StraĂe durch Heere, Kauf- und Handelsleute hatten Gasthäuser und Handwerker wie Schmiede, Wagner und Sattler in frĂźheren Zeiten eine wichtige Bedeutung. Daneben war Markt Einersheim bis in das 20. Jh. von der Landwirtschaft geprägt. Besonders der Weinbau zeugt noch von der ehemaligen bäuerlichen Struktur des Marktfleckens. Die frĂźher zahlreichen kleinen Weinlagen von Markt Einersheim wurden zusammengefasst zum Einersheimer Vogelsang. Dieser Frankenwein wächst an SĂźdhängen rund um das Wengertshäusla und am Sonn- und Schlossberg. Die Fläche ist mit 50 Hektar nĂśrdlich der BundesstraĂe recht beträchtlich.
1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 413 und im Bereich Handel und Verkehr 73 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 72 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 746. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1202 ha, davon waren 875 ha Ackerfläche und einige ha Dauergrßnfläche.
Heute stehen in dem Marktflecken mit einer Einwohnerzahl von 1250 Personen ca. 600 Arbeitsplätze zur VerfĂźgung. Es gibt Betriebe, Handwerker, Dienstleister und Kleinstfirmen.cite-ref-internmeinershm-54-2[51] Am Ort sind folgende grĂśĂere Unternehmen ansässig:
âFritsch Bäckereiausstattung und Bäckereitechnikâ wurde 1926 gegrĂźndet. Die Firma expandierte in der Mitte dieses Jahrhunderts mit der Schaffung von Werkzeugen, die zur Rationalisierung in den Backstuben beitrugen.cite-ref-61[54]
Das Werk von Knauf Gips entstand 1943 durch die mächtigen Gipsvorkommen vor den Toren Markt Einersheims.
Die âMarktbäckerei Fuchsâ begann 1900 im Sudetenland und kam mit der Umsiedlung 1953 in den Ort.cite-ref-62[55]
Die âMeidel-Gruppeâ ist ein Speditions- und Logistikunternehmen. 1906 war es in Breslau gegrĂźndet worden. Der Wiederaufbau begann 1948 nach der Vertreibung zunächst in Markt Bibart und anschlieĂend am heutigen Stammsitz im unterfränkischen Markt Einersheim.cite-ref-63[56]
Das Unternehmen âBĂśhm-Bauâ GmbH aus Markt Einersheim ist bekannt fĂźr seinen Holzbau seit 1696. Durch den Zwang zum Energieeinsparen boomte im Werk vor allem dem Holzhausbau.cite-ref-64[57]
Auch die âSG Stahl GroĂkĂźchenâ GmbH, ein Unternehmen der Blanco Professional Gruppe, hat ihren Sitz in Markt Einersheim.cite-ref-65[58]
Weinbau
Markt Einersheim ist heute Weinbauort im Anbaugebiet Franken. Insgesamt zwei Weinlagen existiert um das Dorf, der Wein wird seit den 1970er Jahren unter den Namen Markt Einersheimer Vogelsang und Markt Einersheimer MÜnchshßtte (ehemals Stßblein) vermarktet. Einersheim ist Teil des Bereichs Schwanberger Land, bis 2017 waren die Winzer im Bereich Steigerwald zusammengefasst. Die KeuperbÜden mit hohem Gipsanteil um Markt Einersheim eignen sich ebenso fßr den Anbau von Wein, wie die Lage in der Maingauklimazone, die zu den wärmsten Deutschlands gehÜrt.
Bereits seit dem FrĂźhmittelalter betreiben die Menschen um Einersheim Weinbau. Die fränkischen Siedler brachten wohl im 7. Jahrhundert die Rebe mit an den Main. Im Mittelalter gehĂśrte die Region zum grĂśĂten zusammenhängenden Weinbaugebiet im Heiligen RĂśmischen Reich. Erstmals erwähnt wurde die Rebe im Ort in einer Besitzurkunde des Hochstifts Bamberg in der Nähe von Schloss Speckfeld. Die Menschen betrieben zumeist Nebenerwerbsweinbau zur Selbstversorgung, gleichzeitig bildeten sich bereits Exportzentren insbesondere entlang des Maines heraus. Die Einersheimer verkauften ihren Wein im nahen Iphofen.
Der Weinbau erlebte nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen umfassenden Niedergang. Vor allem klimatisch weniger begßnstige Lagen gab man vollständig auf. Zusätzlich erschwerte das Aufkommen von Schädlingen wie der Reblaus den Anbau. In Einersheim bestanden bald gar keine Weinberge mehr. Konsolidieren konnte sich die Weinbauregion Franken erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Einsatz von Dßngern und verbesserte Anbaumethoden hatten dazu ebenso beigetragen wie die Organisation in Genossenschaften und die Flurbereinigung der 1970er Jahre.cite-ref-66[59] Heute wird im Ort wieder in begrenztem Umfang Wein angebaut.
| Weinlage [ 60 ] | GrĂśĂe 1993 [ 61 ] | GrĂśĂe 2019 | Himmelsrichtung | Hangneigung | Hauptrebsorten | GroĂlage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MĂśnchshĂźtte | 6,5 ha | 12 ha | SĂźden | 20â40 % | MĂźller-Thurgau , Kerner , Faber | IphĂśfer Burgweg |
| Vogelsang | 28 ha | 76 ha | SĂźden, Westen | 20â50 % | Silvaner , MĂźller-Thurgau | IphĂśfer Burgweg |
Ăffentliche Einrichtungen
Der Marktflecken besitzt alle zum Leben notwendigen Einrichtungen: Kindergarten, Grundschule, Zahnarzt, Apotheke, Bäcker, Metzger, Lebensmittelladen, Banken und Friseur.cite-ref-internmeinershm-54-3[51]
Bildung
Es gibt im Marktflecken einen Kindergarten und eine Kinderkrippe.
Die schulische Unterweisung lag bis zur Ăbernahme durch den Staat 1919 in den Händen der Kirche. Aus diesem Grund war das Schulgebäude in unmittelbarer Nähe der Kirche untergebracht. Bereits 1558 wurde das jetzige Wohnhaus am Marktplatz 4 als erstes Schulhaus in Markt Einersheim errichtet. Ăber der Lehrerwohnung im Erdgeschoss befand sich der Unterrichtsraum fĂźr alle schulpflichtigen Kinder.cite-ref-69[3.6]
1881 beschloss der Markt ein neues Schulhaus an der SĂźdseite der Kirche zu bauen. Dieses enthielt zwei Unterrichtsräume. Als das Gebäude wiederum zu klein geworden war, errichtete der Markt 1963 das vierklassige Schulhaus mit SchulkĂźche, Werkraum und Gymnastikhalle. Mit dem Beginn des Schuljahres 1972/73 besuchten die Klassen 7 â 9 die Verbandsschule Iphofen. Seit 1981 werden in dem Gebäude nur die Kinder der Grundschule Hellmitzheimer Bucht unterrichtet. Sie kommen aus den Orten Possenheim, Hellmitzheim, Dornheim, Nenzenheim, MĂśnchsondheim und Markt Einersheim. Ein weiterer Anbau kam 1993 hinzu. Ab dem Jahr 2000 besaĂen die Grundschulkinder der Verbandsschule die MĂśglichkeit einer Mittagsbetreuung. Die nächsten Gymnasien sind Kitzingen und Scheinfeld.cite-ref-internmeinershm-54-4[51]
Die Gemeindebßcherei befindet sich im Gebäude der Grundschule Hellmitzheimer Bucht. Sie ist gut ausgestattet und bietet Lesestoff fßr jeden Geschmack.
Sport
Der Marktflecken besitzt ein Sportzentrum mit Mehrzweckhalle, einen Sportplatz, Bolzplatz und Kinderspielplatz.
Das Terrassen-Freibad im MĂźhlengrund bildet fĂźr die BĂźrger Markt Einersheim und zahlreiche Besucher aus den umliegenden Orten im Sommer einen Anziehungspunkt.
FĂźr den Wanderer erschlieĂt der Naturerlebnisweg Speckfelder Runde den Nahbereich von Markt Einersheim.
Durch ihre Lage am Steigerwald Panoramaweg von Bamberg nach Bad Windsheim erfährt die Ortschaft ihre Einbettung in die fränkische Vielfalt.cite-ref-70[62]
Mit zwei Routen von 25 km (Radweg Nr. 9) und 33 km (Radweg Nr. 7) berĂźhrt der Fernradweg Vom Main zur Aisch den Ort. Die Radwanderkarte des Landkreises Kitzingen beschreibt sie.cite-ref-internmeinershm-54-5[51]
PersĂśnlichkeiten
⢠Carolus Schenk zu LimpurgâSpeckfeld (1498â1558) erhob 1542 Markt Einersheim zum Markt. Auch fĂźhrte er 1550 die Reformation ein.
⢠Pankraz MĂźller (â 1581), Pfarrer von Markt Einersheim 1578 bis 1581, Vorbild fĂźr den von Wilhelm Sebastian Schmerl verfassten âPfarrherrn von Gollhofenâcite-ref-71[63]
⢠Johann Heinrich Meynier (1764â1825), Pädagoge, Romanist und Lexikograf, Meynier war nach seinem Studium in Erlangen als Beamter in Einersheim tätig
⢠Simon Eisenhut (1781â1842), Chiliast und GrĂźnder einer Glaubensgemeinschaft, Eisenhut predigte vom nahenden Weltende und versammelte eine Gruppe von Anhängern in Markt Einersheim
⢠Joseph Winzheimer (1807â1897), Landtagsabgeordneter, Winzheimer war auch als Landgerichtsarzt in Markt Einersheim tätig.
⢠Matthias Winzheimer, Arzt am Wßrzburger Juliusspital, dann (um 1832) praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer in Markt Einersheimcite-ref-72[64]
⢠Friedrich Ludwig von Rechteren-Limpurg-Speckfeld (1811â1909), Bayerischer Reichrat, wurde in Markt Einersheim geboren.
⢠Edgar zu Erbach-FĂźrstenau (1818â1879), Offizier und hessischer Politiker, er verbrachte seinen Lebensabend in Markt Einersheim
⢠Heinrich Stahl (* 9. November 1875 in Markt Einersheim; â ?), Pfarrer und Kirchenratcite-ref-73[65]
⢠Wilhelm Sebastian Schmerlcite-ref-74[66] (* 18. Februar 1879 in Markt Einersheim; â 8. Mai 1963 in WĂźrzburg), Heimatschriftsteller und Kirchenrat, Autor der Werke âDer Pfarrherr von Gollhofenâ, âKaspar Lederer, der Schulzâ u. a.
⢠Der Zahnarzt Otto Hellmuth (1896â1968), Gauleiter der NSDAP und Regierungspräsident von Mainfranken im nationalsozialistischen Deutschen Reich, wurde in Markt Einersheim geboren.
⢠Fritz Ortner (* 23. September 1913; â 2005), AltbĂźrgermeister und Ortschronist, erhielt fĂźr seine Verdienste um Markt Einersheim das Bundesverdienstkreuz. Auch eine StraĂe wurde nach ihm benannt.
⢠Nikolaus Knauf (* 1936), der mit zahlreichen internationalen Ehrungen ausgezeichnet wurde, ist EhrenbĂźrger von Markt Einersheim. 1969 erwarb Nikolaus Knauf das Schloss von den Erben der von Rechteren âLimpurgâSpeckfeld. Er renovierte es und machte den Marktflecken zu seinem Wohnsitz. Der neue BĂźrger beteiligte sich am politischen Geschehen im Ort und Kreis. Ihm zu Ehren erhielt die Nikolaus-Knauf-StraĂe seinen Namen.
Literatur
⢠Hans Ambrosi, Bernhard Breuer: Deutsche Vinothek: Franken. Begleiter zu den Weinberg-Lagen, Winzern und ihren Kßchen. Herford2 1993.
⢠Hans Bauer: Alte und neue Wappen im Landkreis Kitzingen. In: Jahrbuch des Landkreises Kitzingen 1980. Im Bannkreis des Schwanbergs. Kitzingen 1980. S. 53â70.
⢠Johann Kaspar Bundschuh: Markteinersheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: IâNe. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 445 (Digitalisat).
⢠Dekanat Markt Einersheim (Hrsg.): Dekanat Markt Einersheim. Evangelische Gemeinden im Steigerwald. Verl. d. Evang.-Luth. Mission, Erlangen 1978, ISBN 3-87214-092-2.
⢠Gerhard Hojer: Landkreis Scheinfeld (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 35). Deutscher Kunstverlag, MĂźnchen 1976, DNB 760102457, S. 189â199.
⢠Wolf Dieter Ortmann: Landkreis Scheinfeld (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 3). Kommission fĂźr Bayerische Landesgeschichte, MĂźnchen 1967, DNB 457000929, S. 38â41.
⢠Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, Mßnchen 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 140.
⢠Landkreis Kitzingen (Hrsg.): Kunst- und Kulturfßhrer durch den Landkreis Kitzingen. 2. Auflage. Kitzingen 1993, DNB 871400847.
⢠Peter Schneider: Zwischen Main und Steigerwald (= Mainfränkische Heimatkunde 1). Wßrzburg 1955.
⢠Pleikard Joseph Stumpf: Markt Einersheim. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des KĂśnigreiches. Zweiter Theil. MĂźnchen 1853, OCLC 643829991, S. 695â696 (Digitalisat).
Weblinks
Commons
: Markt Einersheim
â Sammlung von Bildern
⢠Markt Einersheim
⢠Markt Einersheim: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fßr Statistik
⢠Markt Einersheim in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. Juni 2025.
⢠Markt Einersheim in der Topographia Franconiae der Uni Wßrzburg, abgerufen am 10. Juni 2025.
⢠Markt Einersheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins fßr Computergenealogie, abgerufen am 10. Juni 2025.
FuĂnoten
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2. Fritz Ortner: Illustrierter Fßhrer durch Markt Einersheim und seine Geschichte. Hrsg.: Markt Markt Einersheim. Druckerei Hßgelschäffer, Mainbernheim 1986.
cite-note-bayernatlas-64. â Topographische Karte 1:50.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Juni 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
cite-note-85. â Markt Einersheim: Sehenswertes (Memento des Originals vom 15. Juni 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.markt-einersheim.de, abgerufen am 12. Juni 2015
cite-note-96. â Natura 2000: DE6327302, Kalktuffquellen zwischen Willanzheim und Markt Einersheimd (Abgerufen am 12. Juni 2015)
cite-note-107. â Gemeinde Markt Einersheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. März 2021.
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cite-note-129. â Gemarkung Markt Einersheim (091207). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 10. Juni 2025.
cite-note-1310. â Webkarte. ALKISÂŽ-Verwaltungsgrenzen â Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Juni 2025.
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cite-note-1512. â H. Wagner: Eine karolingerzeitliche Nennung von (Markt) Einersheim und Possenheim. In: Mainfränkisches Jahrbuch fĂźr Geschichte und Kunst. Band 41, 1989, S. 147â149: hier: S. 148.
cite-note-1613. â Monumenta Germaniae Historica, Diplomata Heinrich II, Nr. 496, S. 633
cite-note-1714. â H. Wagner: Eine karolingerzeitliche Nennung von (Markt) Einersheim und Possenheim. In: Mainfränkisches Jahrbuch fĂźr Geschichte und Kunst. Band 41, 1989, S. 147â149: hier: S. 148.
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cite-note-ov-1818-2623. â Alphabetisches VerzeichniĂ aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 57 (Digitalisat). FĂźr die Gemeinde Markt Einersheim inklusive HerrnmĂźhle (S. 39), SchwarzmĂźhle (S. 84), SecretariusmĂźhle (S. 85) und SteinmĂźhle (S. 89).
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cite-note-h-user-303. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1871 bis 2022 als Wohngebäude.
cite-note-ov-1846-314. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und AdreĂbuch von Mittelfranken im KĂśnigreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 268 (Digitalisat). Im Historischem Gemeindeverzeichnis werden abweichend 798 Einwohner fĂźr die Gemeinde angegeben.
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cite-note-ov-1875-358. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des KĂśnigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter BeifĂźgung der Pfarrei-, Schul- und PostzugehĂśrigkeit ⌠mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die BevĂślkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, MĂźnchen 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1248â1249, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
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